Maurice Lacroix

Es freut uns sehr, dass Ihr Interesse der Signature Story von Maurice Lacroix gilt. Tauchen Sie in eine aussergewöhnliche Schweizer Unternehmensgeschichte ein.

Weisses Symbol einer Aktenmappe.

Branche

Uhrenunternehmen

Weisses Symbol eines Kalenders.

Gründungsjahr

1975

Weisses Symbol einer Person.

Grösse

201 bis 500 Beschäftigte

Weisses Symbol einer Flagge.

B2C

B2C

Weisses Symbol eines Sterns.

Webseite

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Unternehmensporträt

Einleitung

Es gibt Uhrenmarken, die auf Jahrhunderte zurückblicken – und es gibt jene, die in nur fünf Jahrzehnten bewiesen haben, dass Tradition auch neu gedacht werden kann. Maurice Lacroix gehört zur zweiten Kategorie. 1975 im jurassischen Saignelégier gegründet, mitten in der Quarzkrise, die die Schweizer Uhrenindustrie an den Rand des Ruins trieb, war die Geburt dieser Marke kein Zufall, sondern ein Akt des Glaubens – an die Schweizer Handwerkskunst, an die Zukunft mechanischer Uhren und an die Kraft einer Vision, die stärker war als die Krise.

Der Name Maurice Lacroix selbst trägt eine stille Würde: Er wurde gewählt zu Ehren eines Vorstandsmitglieds der Desco von Schulthess AG, das genau in jenem Moment verstarb, als über den Namen für die neue Marke nachgedacht wurde. Aus diesem Gedenken entstand eine Marke, die heute für rund 120'000 Uhren pro Jahr steht, die in den Produktionsstätten in Saignelégier und Montfaucon von etwa 200 Mitarbeitenden gefertigt werden – darunter 50'000 mit mechanischem Uhrwerk.

Was Maurice Lacroix besonders macht, ist die Verbindung dreier Welten: urbaner Stil, Schweizer Handwerkskunst und kreative Innovationskraft. Während andere Marken entweder auf Tradition oder auf Design setzen, vereint Maurice Lacroix beides – von der klassischen Masterpiece-Kollektion mit ihren mechanischen Komplikationen bis zur modernen AIKON-Linie, die bei Millennials und der Generation Z gleichermassen Anklang findet. Es ist eine Marke, die nicht laut sein muss, um gesehen zu werden, und die bewiesen hat, dass auch ein junges Unternehmen im prestigeträchtigen Schweizer Uhrensegment seinen Platz finden kann – wenn es Mut, Qualität und eine klare Haltung mitbringt.

Hauptteil

Die Geschichte von Maurice Lacroix beginnt nicht 1975, sondern bereits 1889 – mit der Gründung der Desco von Schulthess AG in Zürich, einem internationalen Handelsunternehmen, das ursprünglich auf Seidenhandel spezialisiert war. Nach dem Zweiten Weltkrieg erweiterte Desco sein Geschäftsfeld und wurde ab 1946 zum grössten Repräsentanten Schweizer Luxusuhren im fernen Osten, vertrat Marken wie Audemars Piguet, Heuer, Eterna und Jaeger-LeCoultre. Doch 1961 ging das Unternehmen einen entscheidenden Schritt weiter: Dr. Peter Brunner, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats, erwarb im jurassischen Saignelégier einen Assemblagebetrieb namens Tiara, der Private-Label-Uhren für den nationalen und internationalen Markt fertigte.

Dieser Schritt war mehr als nur eine Investition. Es war der Beginn einer Vision, die Brunner während der Quarzkrise der 1970er-Jahre mit voller Kraft verfolgte. Während die Schweizer Uhrenindustrie unter dem Druck günstiger japanischer Quarzuhren zusammenbrach und Hunderte traditionsreicher Manufakturen schliessen mussten, sah Brunner eine Chance. Er glaubte fest daran, dass Schweizer Handwerkskunst, Präzision und mechanische Komplexität einen bleibenden Wert hatten – und dass die Zeit reif war, nicht nur für andere zu produzieren, sondern eine eigene Marke zu schaffen.

1975 war es soweit. In Saignelégier, im Herzen der Franches-Montagnes, wurde die Marke Maurice Lacroix gegründet. Die erste Uhr unter diesem Namen wurde noch im selben Jahr in Österreich vertrieben, ein Jahr später folgte die Einführung in Spanien. Der Erfolg stellte sich schneller ein als erwartet. Bereits 1980 – nur fünf Jahre nach der Gründung – war die Nachfrage so hoch, dass die Produktion für Drittanbieter vollständig eingestellt wurde. Maurice Lacroix produzierte fortan ausschliesslich unter eigenem Namen – ein Zeichen für das Vertrauen, das die Marke bereits gewonnen hatte.

Die 1980er-Jahre waren geprägt von internationalem Wachstum. Maurice Lacroix baute ein weltweites Vertriebsnetz auf: Deutschland (1980), Australien (Anfang der 80er), die Schweiz selbst (1983), die Niederlande (1986), Grossbritannien (1987), Fernost und Südpazifik (1989–1990), der Nahe Osten (1990) und schliesslich die USA (1995). Parallel dazu investierte das Unternehmen in vertikale Integration. 1989 übernahm Maurice Lacroix die Gehäusefabrik Queloz SA in Saignelégier – ein strategischer Schritt, der es der Marke ermöglichte, Gehäuse in Eigenregie zu produzieren und damit Design, Qualität und Lieferzeiten selbst zu kontrollieren.

Der entscheidende Durchbruch kam 1990 mit der Einführung der Masterpiece Collection – ursprünglich unter dem Namen «Les Mécaniques» lanciert. Diese mechanische Uhrenkollektion war ein Statement: gebläute Schrauben, geschliffene Brücken, transparente Gehäuseböden, die den Blick ins Uhrwerk freigaben – Maurice Lacroix gehörte zu den ersten Herstellern, die diese Ästhetik des «offenen Herzens» konsequent umsetzten. Es war nicht nur eine technische Innovation, sondern auch eine Einladung: Schau her, was Schweizer Handwerkskunst bedeutet. Sieh die Präzision, die Sorgfalt, die Seele einer mechanischen Uhr.

Die Masterpiece-Kollektion wurde schnell zur Ikone der Marke und trug massgeblich dazu bei, dass Maurice Lacroix sich in den 1990er-Jahren als ernstzunehmender Akteur im oberen Mittelfeld der Schweizer Luxusuhren etablierte. Während andere Marken noch mit den Nachwehen der Quarzkrise kämpften, bewies Maurice Lacroix, dass mechanische Komplexität und zeitgemässes Design keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig bereichern können.

Ein weiterer Meilenstein war das Jahr 2001, als Maurice Lacroix von einer Division der Desco von Schulthess AG zu einer eigenständigen juristischen Einheit wurde, mit Philippe C. Merk als Präsident der Geschäftsleitung. Diese Unabhängigkeit schuf neue Freiräume für strategische Entscheidungen und Innovation. 2007 folgte der nächste grosse Schritt: Maurice Lacroix eröffnete neue Produktionsateliers in Montfaucon und erhielt offiziell den Status einer Manufaktur – eine Auszeichnung, die nur jenen Herstellern verliehen wird, die einen bedeutenden Teil ihrer Uhrwerke selbst entwickeln und fertigen.

Doch Maurice Lacroix ruhte sich nicht auf diesem Erfolg aus. Als das Kreativteam 2014 tief in die Archive eintauchte, stiess es auf ein vergessenes Juwel: die Calypso, eine Kollektion aus den 1990er-Jahren, die damals bereits für ihr markantes, urbanes Design geschätzt wurde. Die Entscheidung, dieses Modell für eine moderne Zielgruppe neu zu interpretieren, führte 2016 zur Geburt der AIKON – einer Uhr im Urban Style, die sofort bei Millennials und der Generation Z Anklang fand und bis heute einer der grössten kommerziellen Erfolge der Marke ist. Die AIKON verkörpert genau das, wofür Maurice Lacroix steht: die Fähigkeit, Tradition zu respektieren, aber nicht darin gefangen zu sein, sondern sie mutig in die Gegenwart zu übersetzen.

2025 feiert Maurice Lacroix sein 50-jähriges Jubiläum – ein halbes Jahrhundert, das die Marke mit einer neuen Kollektion würdigt: der 1975 Collection. Diese Uhren verbinden Vintage-Inspiration mit modernem Design, schlanke Proportionen mit langlebiger Attraktivität. Es ist eine Hommage an die Anfänge, aber auch ein Versprechen für die Zukunft: Maurice Lacroix bleibt seiner DNA treu – Qualität, Kreativität und ein hoher wahrgenommener Wert.​

Hinter all diesen Erfolgen steht eine klare Unternehmensphilosophie: Maurice Lacroix vereint die Welten des urbanen Stils, der Schweizer Handwerkskunst und der Kreativität, um Luxusuhren zu schaffen, die mehr bieten als nur Zeitanzeige. Die Manufaktur in Saignelégier, eingebettet in die sanften Hügel der Franches-Montagnes, ist die Heimat hochqualifizierter Uhrmacher und Handwerker, die mit grösster Sorgfalt jedes Detail bearbeiten. Hier wird nicht einfach montiert, sondern gestaltet, verfeinert und geprüft – mit dem Anspruch, dass jede Uhr, die das Haus verlässt, ein Stück Schweizer Präzision und Leidenschaft trägt.

Was Maurice Lacroix zusätzlich auszeichnet, ist der Mut zur Innovation – nicht nur technisch, sondern auch im Marketing. Die Marke nutzt digitale Spiele, entwickelt Designs gemeinsam mit ihrer Community und pflegt enge Beziehungen zu «Friends of the Brand» – Menschen, die nicht nur Uhren tragen, sondern Geschichten erzählen. Dieser Ansatz hat Maurice Lacroix näher an seine Kunden gebracht und eine loyale, weltweite Community geschaffen, die weit über den klassischen Uhrensammlerkreis hinausgeht.​

Heute gehört Maurice Lacroix zur DKSH-Gruppe, einem internationalen Handelskonzern mit Sitz in Zürich, der seit 2011 Mehrheitseigner ist. Diese Zugehörigkeit gibt der Marke die finanzielle Stabilität und globale Reichweite, die nötig sind, um in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt zu bestehen – ohne dabei ihre Unabhängigkeit im Design, in der Produktion oder in ihrer kreativen Vision zu verlieren.

Abschluss

Maurice Lacroix ist damit weit mehr als eine Uhrenmarke. Es ist der Beweis dafür, dass Tradition nicht in der Vergangenheit gefangen sein muss, sondern in der Gegenwart neu gedacht werden kann – mit Mut, Kreativität und einem unerschütterlichen Glauben an die Kraft Schweizer Handwerkskunst. In nur fünf Jahrzehnten hat sich die Marke von einem Assemblagebetrieb zu einer anerkannten Manufaktur entwickelt, die weltweit für Qualität, Innovation und Design geschätzt wird.

Wer eine Maurice Lacroix trägt, trägt nicht nur eine Uhr. Er trägt ein Stück Jura, ein Stück Schweizer Präzision und ein Stück Geschichte, die zeigt, dass man nicht Jahrhunderte alt sein muss, um zeitlos zu sein. Von der Masterpiece bis zur AIKON, von mechanischen Komplikationen bis zu urbanen Designikonen – Maurice Lacroix beweist, dass Exzellenz keine Frage des Alters ist, sondern eine Frage der Haltung.

So bleibt am Ende einer Signature Story über Maurice Lacroix ein Bild: eine Manufaktur in den Franches-Montagnes, in der Handwerker und Uhrmacher jeden Tag daran arbeiten, Zeit nicht nur zu messen, sondern zu gestalten. Eine Marke, die 1975 gegen den Strom schwamm und heute, 50 Jahre später, stärker dasteht als je zuvor – bereit für die nächsten fünf Jahrzehnte, mit derselben Leidenschaft, derselben Präzision und derselben Überzeugung: Deine Zeit ist jetzt. Master Your Time.

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Wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserer Signature Story über Maurice Lacroix

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